// Über den Autor
Mein Name ist Eugen Winklharrer und ich wohne im kleinen Ort Waldhausen, Gemeinde Schnaitsee im
nördlichen Chiemgau.
Bevorzugt fotografiere ich Wasserfälle, Berge und Landschaften im Alpenraum. Im April 1998 habe ich
meine erste Homepage über Wasserfälle weltweit ins Netz gestellt, diese sind mittlerweile ausgelagert in
Yudschins Travel Pics Page welche derzeit ständig erweitert wird. Tausende Dias sind noch zu scannen.
Die meisten Wasserfälle auf dieser Seite sind aufgrund meines Wohnortes zwischen Berchtesgaden und
dem Inntal zu finden. Westlich davon weist die Homepage aber noch viele Lücken auf.
Wasserfälle in den bayerischen Alpen ist mittlerweile seit dem 27.01.2001 online.
"Bei der Arbeit"

// Vorwort
Wasserfälle in den bayerischen Alpen ist eine Homepage über alle Wasserfälle, die ich bei meinen Touren
selbst besucht habe. Wasserfälle fristen in unseren Breitengraden immer noch ein kleines Schattendasein,
während diese in anderen Ländern gerne als Sehenswürdigkeiten auf Postkarten, Büchern, Reiseführern etc.
als Blickfang dienen.
Wegbeschreibungen sind meist mangelhaft, was sich durch die Einführung der gelben Wegweiser aber nun
etwas zu ändern scheint. Im Sommer 1997 habe ich begonnen topographische Karten und Kompass
Wanderkarten nach Wasserfällen zu durchsuchen, und diese dann zu besuchen. Heute ist das Internet dank
Onlinekarten bis ins kleinste Detail die beste Hilfe um Wasserfälle aufzuspüren und auch den richtigen Namen
zuzuordnen.
Die meisten Wasserfälle kann man noch meist alleine geniessen, nur touristische Highlights wie Königssee,
Partnachklamm, Breitachklamm und einige wenige andere muss man mit Touristen "teilen", hier sollte man
frühmorgens oder abends unterwegs sein um den Massen aus dem Weg zu gehen.
Wasserfälle sind ein Wunderwerk der Natur, selten erlebe ich, dass jemand an einem Wasserfall einfach nur
so vorbeigeht, auch "unsere" Wasserfälle in den bayerischen Alpen haben daher mehr Beachtung verdient...
Höhenangaben der Wasserfälle
Zuverlässige Höhenangaben zu den Wasserfällen sind meist schwer zu finden, deshalb sind die meisten
Angaben hier geschätzt. Zum Beispiel hatte ich den Sulzer Wasserfall in der Almbachklamm bei Berchtesgaden
auf eine Höhe von ca. 100 Metern geschätzt, die richtige Höhe beträgt 114 Meter, der Röthbachfall im
Nationalpark Berchtesgaden wird mit einer Höhe von 470 Metern in Büchern angegeben und ist somit der
vermutlich höchste Wasserfall Deutschlands und einer der höchsten Wasserfälle Europas , trotzdem immer
noch relativ unbekannt.
Beispiel Schoßrinn Wasserfall im Priental: Als ich diesen Wasserfall zum ersten Mal gesehen hatte schätzte
ich die Höhe spontan auf ca. 70 bis 75 Meter. Im Buch Canyons in Europa wird jedoch lediglich eine Höhe
von 40 Metern angegeben, darauf änderte ich die Höhenangabe auf ca. 60 Meter, da 40 Meter wohl stark
untertrieben sein dürften, ich wollte aber nicht zu weit von der Angabe im Buch abweichen, bis ich eine
Nachricht eines Canyoners erhielt, der sich von diesem Wasserfall schon abseilte und der mir mitteilte, dass
die Höhe des Wasserfalls 90 Meter beträgt.
Mit der Neuerstellung der Homepage habe ich versucht über den Bayernatlas im
Geoportal Bayern Höhen zu
ermitteln, was zu einigen Korrekturen führte, zum Beispiel ist die Kompletthöhe des Tatzelwurmer Wasserfalls von
80 Meter auf 60 Meter berichtigt worden. Wenn der Wasserfall auf dem Satellitenbild zu erkennen ist können somit
exaktere Angaben gemacht werden, ansonsten habe ich dies versucht in den Karten am Bachlauf zu bestimmen.
Bitte immer beachten, Wasserfälle und dessen Bereiche sind gefährlich
Es kommt immer wieder zu tragischen Unfällen an Wasserfällen, deshalb sollten Warnhinweise an Wegen
besonders beachtet werden, zudem sind viele Wasserfälle in den bayerischen Alpen meistens noch nicht
sehr erschlossen, besonders bei Regenwetter ist Vorsicht geboten. Felsen, Moos, Steine, Bäume sind
rutschig, dort wo etwas nass ist rutscht man schneller mal aus, als auf trockenen Wanderwegen.
Im September 1999 verunglückte in der Finzbachklamm ein Schluchtenwanderer tödlich, im Sommer 2003
stürzte ein Kletterer beim Abseilen vom Schoßrinn Wasserfall in die Tiefe und musste schwerverletzt ins
Krankenhaus eingeliefert werden, und im Sommer 2014 verunglückte eine junge Frau tödlich bei den
Buchenegger Wasserfällen.

// Fototipps
Wie auf den Fotos zu sehen ist bevorzuge ich Langzeitbelichtungen, mir gefällt dies einfach besser als der
normale Schnappschuss eines Wasserfalls, und daher benutze ich diese Technik bevorzugt, es gibt auch
Ausnahmen, z.B. wenn sich ein farbiger Regenbogen bildet oder die Bedingungen für eine Langzeitbelichtung
nicht geeignet sind, z.B. Mittagssonne oder ein blauer Himmel.
Als Beispiel hier eine Langzeitbelichtung und eine normale Aufnahme zur Mittagszeit
mit Regenbogeneffekt vom Vernal Wasserfall im Yosemite National Park in Kalifornien.
 
Für Langzeitbelichtung ist ein Stativ notwendig, ich verwende dabei meist die Zeitautomatik der Kamera. Bei
den digitalen Kameras ist dies heutzutage mehr oder weniger ein Kinderspiel, kann man doch seine Ergebnisse
gleich begutachten. Bei spiegelnden Wasserflächen sollte man einen Polfilter benutzen, oder um die Farbe
des Wassers einfach nur zu verbessern. Auch der Einsatz von diversen Graufiltern kann Sinn machen, wenn
es in der Umgebung zu hell ist. Beste Zeit zum Fotografieren ist meist morgens, abends, oder an bewölkten
Tagen. In den bayerischen Alpen ist die Schüttung am besten nach der Schneeschmelze in den Monaten April
und Mai, oder wenn es mal ein paar Tage geregnet hat. Nach einer Hitzewelle kann die Schüttung auch mal
enttäuschend sein, kann aber natürlich auch seinen Reiz haben.
Als Beispiel einer unregelmässigen Schüttung hier einer der bekanntesten Wasserfälle der Welt. Die Yosemite
Falls im Mai 1999 sehr wasserreich und als Gegensatz dazu ist im September 2007 nur eine Felswand zu sehen.
 
Gegen mögliches Spritzwasser vom Wasserfall und um auch bei Regen zu fotografieren habe ich immer einen
Regenschirm und einen Vorrat an Tüchern dabei. Es kommt oft vor dass man dann nach jedem Foto den Filter
reinigen muss, sonst sind auf dem Bild die Tropfeffekte zu sehen. Zu analogen Zeiten war dies ein Ärgernis,
weil man nie wusste, wie siehts auf dem Bild jetzt aus, und wie viele Bilder soll man sicherheitshalber machen.
Bei stark frequentierten Orten sollte man wenn möglich diese morgens oder abends aufsuchen, in Klammen
kann es z.B. schwierig werden, wenn auf engen Pfaden viele Leute unterwegs sind, ich machs dann immer so
auf dem Hinweg die besten Fotospots zu suchen und auf dem Rückweg wenn später fast keiner mehr unterwegs
ist, in Ruhe die Fotos zu machen.
 
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